WISSENSWERTES / TOLERANZMANAGEMENT
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Toleranzkette
Toleranzketten kommen in jeder Baugruppe vor. Sie beeinflussen die für die Montage und die Funktionalität eines Bauteils wichtigen Schließmaße. Vor der Toleranzuntersuchung bedarf es einer Analyse der Baugruppen und der Lokalisierung kritischer Stellen, also einer Definition der entsprechenden Schließmaße.
In klassischen Toleranzrechnungen im Maschinenbau werden oft vereinfachte, eindimensionale (Toleranzkette) Aneinanderreihungen, Maßtoleranzen sowie Form und Lagetoleranzen aufgestellt, die alle durch ein zu untersuchendes Schließmaß geschlossen werden.
Eine vereinfachte, eindimensionale Toleranzkette beschreibt oft unzureichend den tatsächlichen technischen Sachverhalt. Eine dreidimensional aufgebaute Toleranzkette ermöglicht dagegen die Berücksichtigung aller tatsächlich wirkenden Toleranzen, sowie den räumlichen Einfluss der Bauteile.
Analytische 1D Toleranzkette

Toleranzanalyse
Eine Toleranzanalyse wird auch als Toleranzrechnung, Toleranzbetrachtung, Toleranzuntersuchung oder Toleranzsimulation bezeichnet. Ihr Ziel ist es, die Montage- und die Funktionsfähigkeit einer Baugruppe sicherzustellen. Es werden Maß-, Form- und Lagetoleranzen aus den Fertigungszeichnungen analysiert, um letztlich sichere Schlussfolgerungen auf die Montage- und Funktionsfähigkeit zuzulassen.
Statistische Toleranzrechnung
Jeder Fertigungsprozess unterliegt einer Streuung. Die statistische Toleranzrechnung legt eine zu erwartende Streuung einzelner Maß-, Form- und Lagetoleranzen zugrunde, um damit die wahrscheinliche Gesamtabweichung zu berechnen. Die statistische Toleranzrechnung ermöglicht so eine technisch und wirtschaftlich optimale Auslegung.
In der arithmetischen Toleranzrechnung wird immer vom schlechtesten Fall („Worst-Case“) ausgegangen. Dieses äußerst unwahrscheinliche Szenarium legt überspitzte, überzogene Fertigungstoleranzanforderungen fest, die dementsprechend hohe Fertigungskosten zur Folge hätten.